Wundergeschichten zur Adventszeit

Im Jahr 2021 hat der Brixner Bildhauer Josef Rainer für die Zimmer des ST. JOSEF Kur- und Pflegeheim Meran kleine, farbig glasierte Tontafeln geschaffen, die biblische Heil- und Wundergeschichten aufgreifen und den Heimbewohner*innen Trost und Hoffnung spenden sollen. In dieser Adventszeit möchten wir jede Woche eine dieser Geschichten mit Ihnen teilen – jede mit einer tiefgründigen Botschaft, die auch uns in der bevorstehenden Weihnachtszeit durchaus inspirieren und begleiten kann …

4. ADVENT

Die Verklärung des Herrn – Markus 9, 51-19, 27

Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

DIE BOTSCHAFT

4. Advent: Sein wahres Licht – Die Verklärung des Herrn

Der vierte Advent steht unmittelbar vor dem Weihnachtsfest. In der Verklärung Jesu bekommen wir einen Blick auf seine wahre Herrlichkeit: Sein Gesicht leuchtet wie die Sonne, sein Gewand wird strahlend weiß. Diese Verklärung ist eine Vorschau auf das Licht, das mit dem Kind in der Krippe in die Welt kommt – das Licht, das Hoffnung für uns alle bringt.

Bereiten Sie den Weg für dieses Licht in Ihrem Leben.

3. ADVENT

Das Gleichnis vom guten Hirten – Lukas 15, 4-7

Es nahten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

DIE BOTSCHAFT

3. Advent: Gaudete-Sonntag – Das Gleichnis vom guten Hirten

Am 3. Advent, dem Gaudete-Sonntag, steht die Freude im Mittelpunkt, denn die Ankunft Christi rückt näher. Im Gleichnis vom guten Hirten sucht der Hirte das eine verlorene Schaf. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir nie vergessen sind. Gott sucht uns mit unendlicher Liebe und freut sich über jeden, der heimkehrt.

Lassen Sie sich in dieser Adventszeit finden.

2. ADVENT

Jesus heilt einen Gelähmten – Lukas 5, 17-26

Und es geschah eines Tages, als Jesus lehrte, saßen Pharisäer und Gesetzeslehrer dabei; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn war mit ihm, sodass er heilen konnte. Und siehe, Männer brachten auf seinem Bett einen Menschen, der gelähmt war. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der Volksmenge nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach und ließen ihn durch die Ziegel auf dem Bett hinunter in die Mitte vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben. Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen: Wer ist dieser, der Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein? Jesus aber erkannte ihre Gedanken und erwiderte: Was überlegt ihr in euren Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben! oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm dein Bett und geh in dein Haus! Und sogleich stand er vor ihren Augen auf, nahm das Bett, auf dem er gelegen hatte, und ging Gott preisend in sein Haus. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir Unglaubliches gesehen.

DIE BOTSCHAFT

2. Advent: Der Glaube, der Türen öffnet – Jesus heilt einen Gelähmten

Glaube kennt keine Grenzen. Die Freunde eines Gelähmten zeigten einen unerschütterlichen Glauben, indem sie das Dach öffneten, um ihren Freund zu Jesus zu bringen. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ So erfolgte eine doppelte Heilung: die der Seele und des Körpers.

Wo brauchen Sie heute Vergebung und Heilung?

1. ADVENT

Das Gleichnis des barmherzigen Samariters - Lukas 10, 29-37

Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.

DIE BOTSCHAFT

1. Advent: Die Nächstenliebe beginnt

Der Advent ist die Zeit, unser Herz auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Doch wie tun wir das? Jesus zeigt es uns im Gleichnis des barmherzigen Samariters. Es geht darum, im Vorbeigehen nicht wegzusehen, sondern dem Nächsten zu helfen, besonders in Zeiten der Not.

Wem können wir in dieser Woche ein Samariter sein?