Im Unterschied zur virtuellen Realität wird keine künstliche Welt erzeugt; stattdessen bleibt die reale Umgebung vollständig sichtbar – sie wird lediglich durch die simulierten optischen Eigenschaften verschiedener Linsensysteme wahrgenommen. So entsteht ein besonders realistischer Eindruck davon, wie sich etwa Schärfe, Kontrast oder Tiefenschärfe nach einer OP verändern können. Möglich wird dies durch KI-gestützte Pupillenerkennung und Eye-Tracking sowie ein mittels Elektroimpulsen verändertes Linsensystem im Gerät, wodurch ein präzises und alltagsnahes Seherlebnis entsteht.
Die wissenschaftliche Grundlage ist gut belegt: Das transportable, von der Uni Heidelberg validierte Gerät wurde im September 2025 auf dem größten refraktiven Augenkongress ESCRS in Kopenhagen vorgestellt. Fünf Patente wurden angemeldet, und mehr als 25 Publikationen bestätigen die klinische Relevanz der zugrunde liegenden Simulationsprinzipien. Im Zentrum steht dabei ein klarer Mehrwert für die Patient*innen: „Die bisher oft abstrakte Wahl zwischen verschiedenen Linsentypen und Sehlösungen wird greifbar. Unsicherheiten werden genommen, Erwartungen lassen sich besser einordnen, und die Entscheidung kann gemeinsam auf einer fundierten Basis getroffen werden“, so Augenärztin Dr. Dagmar Pedri.
ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran
Dr. Dagmar Pedri, Fachärztin für Augenheilkunde
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