GSUND BLEIBEN 2026 STARTET MIT FOKUS AUFS AUGE

In einer bis auf den letzten Platz besetzten ST. JOSEF Bar Meran fand am 12. Januar die Auftaktveranstaltung 2026 der beliebten Fachreihe „Gsund bleiben“ statt. Den thematischen Schwerpunkt bildete dabei die Gesundheit unserer Augen – ein Thema von wachsender Bedeutung in einer zunehmend digital geprägten Welt.

Unter dem Titel „Augengesundheit – Innovative Lasertherapien und moderne Diagnostik“ vermittelten die beiden Fachärztinnen für Augenheilkunde, Dr. Sigrid Freissinger und Dr. Dagmar Pedri, fundierte Einblicke in die Möglichkeiten der heutigen Augenmedizin. Die verständlich aufbereitete Präsentation verband medizinische Expertise mit anschaulichen Beispielen und stieß beim Publikum auf großes Interesse.

Dr. Dagmar Pedri eröffnete den Abend mit einem historischen Rückblick auf die Entwicklung der Katarakt-Chirurgie. Sie zeichnete den Weg von den drastischen Behandlungsmethoden des Mittelalters bis hin zu den heutigen, hochpräzisen Verfahren mit Ultraschall- und Lasertechnologie nach. Anschließend erläuterte sie Symptome, Diagnose und den genauen Ablauf einer modernen Katarakt-Operation. Besonders eindrucksvoll war der praktische Zugang: Modelle verschiedener Intraokularlinsen machten die unterschiedlichen Linsenmaterialien und -arten unmittelbar tast- und erlebbar. Thematisiert wurde auch der sogenannte Nachstar – eine mögliche Folge einer Katarakt-OP –, der heute unkompliziert und ambulant mittels innovativem YAG-Laser im ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran behandelt werden kann.

Im zweiten Teil des Vortrags widmete sich Dr. Sigrid Freissinger dem Thema Myopie. Die Tatsache, dass bereits heute rund 33 % der Bevölkerung kurzsichtig sind und Experten davon ausgehen, dass bis 2050 jeder zweite Mensch eine Sehhilfe benötigen wird, zeugt von der hohen Aktualität des Themas. Dr. Freissinger zeigte auf, dass die Brille längst nicht mehr die einzige Option darstellt: Innovative und schonende Lasertherapien ermöglichen heute – und zunehmend auch in Zukunft – ein brillenfreies Sehen. Zudem ging die Ärztin auf die Faktoren ein, die die Entstehung von Kurzsichtigkeit begünstigen, darunter genetische Veranlagung, ein höherer Bildungsgrad sowie lange Bildschirmzeiten. Als besonders interessant erwies sich die Information, dass sich mittlerweile auch die Altersweitsichtigkeit in Kombination mit Fehlsichtigkeiten mittels moderner Laserverfahren korrigieren lässt.

Wie bei der Veranstaltungsreihe üblich, blieb im Anschluss ausreichend Zeit für individuelle Fragen aus dem Publikum. Auch der Moderator des Abends, Prof. Dr. Alfred Königsrainer, nutzte die Gelegenheit für einen fachlichen Austausch mit den Referentinnen. Der gelungene Auftakt der Veranstaltungsreihe endete mit der beruhigenden Gewissheit, dass die Gesundheit unserer Augen heute mehr denn je im Fokus von Wissenschaft, Forschung und medizinischem Fortschritt steht.